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Albaniens Ministerpräsident lehnt Rücktritt ab – Proteste eskalieren

In Albanien breiten sich die regierungskritischen Proteste weiter aus. Seit Dienstag eskalieren die von Studenten angeführten Demonstrationen in der Hauptstadt Tirana. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 89 Menschen verletzt, darunter über 60 Polizisten. Zudem gab es zahlreiche Festnahmen.

Tausende Menschen fordern bei Protesten in der albanischen Hauptstadt Tirana bessere Studienbedingungen, niedrigere Ausbildungskosten und den Rücktritt von Premierminister Edi Rama. Dabei kam es zu schweren Zusammenstößen mit der Polizei, die Tränengas und Wasserwerfer einsetzte. Regierungsgebäude, Banken und Geschäfte wurden angegriffen und geplündert. Laut Angaben des Gesundheitsministeriums wurden mindestens 89 Menschen verletzt, darunter über 60 Polizisten. Zudem gab es zahlreiche Festnahmen.

Die Unruhen sind mit der seit Monaten aktiven "Flamingo-Revolution" verschmolzen. Die Bürgerbewegung protestiert gegen ein umstrittenes Luxusresort-Projekt des US-Schwergewichts Jared Kushner in einem sensiblen albanischen Naturschutzgebiet. Dieses dient Tausenden Flamingos als Heimat. Die Umweltproteste haben sich zu einer landesweiten Bewegung gegen Korruption ausgeweitet und erreichen nun auch andere albanische Städte.

Rama lehnt einen Rücktritt weiterhin strikt ab und verweist auf sein demokratisches Mandat sowie die laufenden EU-Beitrittsverhandlungen des Landes. Die Lage bleibt extrem angespannt.

Mehr zum Thema – Ausschreitungen vor Parlament: Protestegegen "Kushners Luxusresort" finden kein Ende

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