
Flugzeug wegen Bombendrohung in Bulgarien notgelandet

Wie die israelischen Online-Portale Times of Israel und Haaretz melden, kam es am Sonntagabend erneut zu einem Zwischenfall bei einem Flug mit Israel-Bezug. Ein Flugzeug der Linie Austrian Airlines, das von Tel Aviv nach Wien unterwegs war, wurde Opfer einer Bombendrohung. Der Flug OS82 musste in die bulgarische Hauptstadt Sofia umgeleitet werden, wo er sicher um 21.42 Uhr Ortszeit landen konnte.
Dem bulgarischen Verkehrsministerium zufolge wurden die Passagiere des Flugzeugs vom Typ Airbus A-320 unmittelbar nach der Landung in Sicherheit gebracht. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP gab Austrian Airlines bekannt, dass sich 51 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugs befunden hatten. Israelischen Medien zufolge befand sich an Bord eine Delegation junger Menschen, die vor den Vereinten Nationen sprechen sollten.

Haaretz zufolge gab die Lufthansa, das Mutterunternehmen von Austrian Airlines, eine hebräischsprachige Erklärung ab und verifizierte damit die Nachricht von einem sicherheitsrelevanten Vorfall: "Wir bestätigen, dass eine Drohung bezüglich des Austrian Airlines Fluges OS82 von Tel Aviv nach Wien eingegangen ist, was zur Umleitung des Fluges nach Sofia, Bulgarien, führte."
Das bulgarische Verkehrsministerium hat einen Krisenstab zur Untersuchung des Vorfalls eingesetzt. Das Flugzeug wurde nach der Landung durchsucht. Laut Austrian Airlines konnten die bulgarischen Behörden keine Gefährdung durch eine Bombe oder einen anderen Gegenstand feststellen.
Nach Angaben des bulgarischen öffentlich-rechtlichen Senders BNT und des österreichischen Flugzeugmagazins Austrian Wings ist das Flugzeug am frühen Montagmorgen mit allen Passagieren wieder gestartet und landete um 3.12 Uhr in der Frühe in seinem Zielort Wien.
Die Hintergründe für die Notlage sind noch unklar. Manche Medien schreiben von einem verdächtigen Gegenstand an Bord, andere von einem warnenden Anruf oder einer Bombendrohung eines österreichischen Staatsbürgers, der sich nicht an Bord aufhielt. Andernorts ist von einer anonymen Bombendrohung die Rede. Eine offizielle Erklärung für den Vorfall gibt es noch nicht.
Die Umstände der außerplanmäßigen Landung in Sofia müssen dramatisch gewesen sein. BNT-Informationen zufolge starteten auf Anweisung des bulgarischen Verteidigungsministeriums die für die Luftraumüberwachung zuständigen MIG-29-Kampfjets und begleiteten das Flugzeug bis zu seiner Landung.
Wie die Jerusalem Post berichtet, war es bereits am vergangenen Dienstag zu Bombendrohungen auf zwei Flügen der US-amerikanischen Fluglinie Delta Air Lines gekommen. Sie stellen sich jedoch als Fehlalarme heraus. Nicht immer jedoch handelt es sich um Fehlalarme.
Der jüngste gefährliche Zwischenfall ereignete sich am 30. September 2026, auf einem Flug von Dubai nach Tel Aviv. Ein Copilot der Fluggesellschaft Flydubai hatte den Kapitän des Flugzeugs mit einer Axt angegriffen.
Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der Copilot das Flugzeug entführen und nach dem Vorbild des 11. September 2011 als Waffe benutzen wollte. Die Crew und die Passagiere des Flugzeugs leisteten jedoch diesem Vorhaben erfolgreich Gegenwehr, sodass das Flugzeug unbeschadet in Saudi-Arabien landen konnte.
Mehr zum Thema – Ermittler der Emirate: Flydubai-Pilot plante Anschlag auf Flughafen Tel Aviv
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