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Liveticker zur Wahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidat der AfD gibt seine Stimme ab

Der Sonntag bringt eine Richtungswahl in Sachsen-Anhalt, mit Bedeutung für die Bundespolitik hinaus. RT DE wird Sie, liebe Leser, über die kommenden Tage mit diesem Liveticker über die Landtagswahl informieren und das Geschehen rund um die Wahl begleiten.
Liveticker zur Wahl in Sachsen-Anhalt: Spitzenkandidat der AfD gibt seine Stimme ab

  • 6.09.2026 13:00 Uhr

    13:00 Uhr

    Wagenknecht pocht erneut auf überparteilichen Ministerpräsidenten

    In einem heute Morgen auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichten Wahlaufruf besteht BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht erneut auf einem überparteilichen Ministerpräsidenten für Sachsen-Anhalt. Dieser solle mit wechselnden Mehrheiten regieren und das Land wieder zusammenführen. Demnach will das BSW Ulrich Siegmund weiterhin nicht zum Ministerpräsidenten küren. Allerdings lehnt dieser ohnehin eine AfD-Regierung mit BSW-Unterstützung ab.

    Um eine "Brandmauerkoalition" von CDU bis Linke zu verhindern, brauche es den Einzug des BSW in den sachsen-anhaltischen Landtag, erklärte die BSW-Politikerin. Mit der Abwahl von CDU-Amtsinhaber Sven Schulze ließe sich dann auch das Ende der Kanzlerschaft von Friedrich Merz einleiten. Wagenknechts Verheißung: "Denn fällt der CDU-Ministerpräsident, wackelt auch Kanzler Merz." Wagenknecht zufolge wäre Merzens Sturz "ein Segen für unser Land".

  • 12:45 Uhr

    Internationale Presse in Sachsen-Anhalt: "Es geht um ganz Europa"

    Der Spitzenkandidat der AfD, Ulrich Siegmund, hat in seinem Wahlbezirk Tangermünde seine Stimme abgegeben. Vor Ort haben sich Journalisten aus aller Welt versammelt und Fragen an den AfD-Politiker gerichtet.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite

  • 12:34 Uhr

    Journalisten-Vertreter beklagen Angriffe bei AfD-Veranstaltungen

    In einer am Donnerstag herausgegebenen Pressemitteilung der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di konstatiert die Interessenvertretung "einen besorgniserregenden Anstieg von Übergriffen auf und Behinderungen von Medienschaffenden" während des Landtagswahlkampfs. Dies betreffe vor allem Veranstaltungen der AfD.

    Der dju zufolge habe man seit Anfang Mai 2026 über 30 Vorfälle bei Wahlkampfveranstaltungen der AfD registriert. Von der Aggression betroffen seien mindestens 47 Journalisten, TV-Teams und Influencer gewesen. Die Mehrzahl dieser Vorfälle habe sich in den letzten Wochen vor der Wahl ereignet.

    Dabei gehe es um verbale Diffamierung und Behinderung der journalistischen Tätigkeit, aber auch um Nachstellungen und Doxing. Unter Doxing versteht man das Veröffentlichen personenbezogener Daten ohne Einwilligung des Betroffenen. In fünf Fällen sei es sogar zu körperlichen Angriffen gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sei das ein erheblicher Anstieg der Fälle.

    Die mutmaßlichen Täter seien oft selbst Medienschaffende, meist Streamer und Medienaktivisten aus dem rechten Spektrum. Als Beispiel dafür nannte die dju einen Vorfall in Merseburg, wo ein Streamer einen Reporter von Spiegel TV beiseitegerempelt habe. Dazu habe es feindselige Sprechchöre gegeben.

    In Lützen habe es eine Korrespondentin des Magazins Politico getroffen. Ein Sicherheitsmitarbeiter einer AfD-Wahlkampfveranstaltung habe die Journalistin am Arm gepackt und gegen eine Bordsteinkante gestoßen. Die herbeigerufene Polizei habe sich auf die Seite des Sicherheitsmannes gestellt.

    Ver.di-Fachbereichsleiter Lucas Munzke sprach diesbezüglich von der AfD als einer "medienfeindlichen Partei", die unabhängige Berichterstattung bekämpfe. Die Behörden in Sachsen-Anhalt müssten die Reaktion der Polizei auf diese Übergriffe aufarbeiten, damit die Polizei künftig ihrer Schutzpflicht gegenüber den Journalisten nachkomme. Gegenüber den Streamern und Parteisicherheitsdiensten müssten die Strafverfolgungsbehörden die Übergriffe zudem konsequent ahnden.

  • 12:06 Uhr

    Ulrich Siegmund: "Abschieben ab Minute 1"

    Bei seiner Wahlkampfabschlussrede am Samstag in Magdeburg erklärte Ulrich Siegmund, dass er vielleicht tatsächlich der "gefährlichste Mann in Deutschland" sei, allerdings nicht für die Deutschen, sondern für das Establishment. Er kündigte an, Sachsen-Anhalt und Deutschland "zurückzuholen" und das wieder aufzubauen, was über Jahrzehnte zerstört wurde.

    Siegmund betonte, seine Partei beschäftige sich nicht mit Brandmauern, sondern mit konkreter Politik und sei bereit, ab dem ersten Tag Verantwortung zu übernehmen. Für Sachsen-Anhalt kündigte er eine konsequente Abschiebepolitik an: "Abschieben ab Minute 1".

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite

  • 11:56 Uhr

    Stimmabgabe von SPD-Spitzenkandidat Willingmann fand im Harz statt

    Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat auch der Spitzenkandidat der SPD, der derzeitige sachsen-anhaltische Wissenschaftsminister Armin Willingmann, seine Stimme abgegeben. Dies geschah in einem Wahllokal in Wernigerode in Begleitung seiner Frau.

    Jura-Professor Willingmann nutzte der Meldung zufolge die Gelegenheit für eine verbale Attacke auf die in den Umfragen der vergangenen Wochen in Führung liegende AfD: Eine Alleinregierung der AfD würde dem Land schweren Schaden zufügen, ließ Willingmann verlauten. Dem Land wünschte er: "Möge die Sonne auch die nächsten Jahre über Sachsen-Anhalt scheinen!"

  • 11:42 Uhr

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat gewählt

    Auch der amtierende Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze hat seine Stimme abgegeben. Er tat dies zusammen mit seiner Gattin in einem Magdeburger Wahllokal. Einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur zufolge gab er sich bei dem Auftritt zuversichtlich. Er hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung. Schulze erklärte vor dem Wahllokal, dass der Wahlkampf anstrengend gewesen sei.

    Nach seiner Stimmabgabe meinte Schulze: "Dann warten wir mal ab." Im Gegensatz zum Auftritt seines Konkurrenten Siegmund vor dem Wahllokal in Tangermünde waren vor dem Wahllokal des Ministerpräsidenten deutlich weniger Menschen zugegen. Die meisten Anwesenden waren Pressevertreter.

  • 11:29 Uhr

    Bischof agitiert noch am Wahltag gegen AfD

    Die Bistumswallfahrt des Bistums Magdeburg auf die Huysburg am Morgen des Wahltags nutzte der katholische Bischof Gerhard Feige erneut zur politischen Agitation gegen die AfD. Er nannte die Partei zwar nicht beim Namen, nahm in seiner Predigt jedoch Bezug auf zwei AfD-Slogans aus dem Landtagswahlkampf, die "Alles ist möglich" beziehungsweise "Alles wird gut" lauteten.

    Das katholische Nachrichtenportal Vatican News zitierte aus dem Redemanuskript des hohen geistlichen Würdenträgers. Demnach hatte Feige eine "zunehmende Verwahrlosung des menschlichen Miteinanders" beklagt und zum Kampf gegen den Extremismus aufgerufen. Derzeit heiße das, "dem nationalistischen und fremdenfeindlichen Ungeist zu widerstehen."

    Der Bischof wandte sich gegen die "Agitation und Propaganda" von Kräften in der Politik, "die Zwietracht säen, Misstrauen und Ängste schüren, drastisch bisherige Rechte und Freiheiten einschränken" wollten. Zugleich verhießen diese Strömungen "in messianischer Selbstüberhebung paradiesische Zustände".

    In den Köpfen vieler Menschen hätten sich "apokalyptische und rassistische Vorstellungen" festgesetzt, so der katholische Geistliche: "Nächstenliebe wird zum Unwort – und Menschenfeindlichkeit gesellschaftsfähig."

    Die Initiative des Bistums Magdeburg "Bewusst wählen" müsse über die Zeit der Landtagswahl hinaus gelten, forderte der Bischof ein. Das Leitwort der Wallfahrt "Du sollst ein Segen sein" sei schon bislang eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen: "Nunmehr aber ist es unter verschärfteren Bedingungen eine noch größere Herausforderung für uns alle – jedoch die allein wirklich überzeugende und heilsame Alternative in den Auseinandersetzungen unserer Zeit."

  • 10:56 Uhr

    Notfall vor Siegmunds Wahllokal

    Der AfD-Spitzenkandidat hat unter großer Teilnahme der Öffentlichkeit seine Stimme in seinem Heimatort Tangermünde abgegeben. Auf einer blauen Simson Schwalbe fuhr er zusammen mit seiner Frau Julia vors Wahllokal. Zahlreiche Journalisten, Schaulustige und AfD-Anhänger erwarteten den 35-jährigen Politiker, der bei einem Wahlsieg der nächste Ministerpräsident Sachsen-Anhalts werden könnte. Den applaudierenden AfD-Fans rief Siegmund zu: "Danke für euren Rückenwind!"

    Vor Siegmunds Ankunft hatte sich der Deutschen Presse-Agentur zufolge ein medizinischer Notfall ereignet. Ein Mann musste reanimiert werden. Ein Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz. Es ist bisher unklar, ob der Erkrankte überlebt hat.

  • 10:40 Uhr

    Spitzenkandidat der AfD Siegmund gibt seine Stimme ab

    Ulrich Siegmund hat in seinem Wahlbezirk Tangermünde seine Stimme abgegeben. Die Ankunft des Politikers sorgte für Aufmerksamkeit. Wähler ließen sich mit ihm ablichten, Siegmund beantwortete Fragen von Journalisten.

  • 10:35 Uhr

    Seniorenheim in Dessau: Weitere Briefwahl-Vorwürfe aufgekommen

    Nachdem ein Bevollmächtigter einer 95-jährigen dementen Bewohnerin Anzeige gegen Unbekannt gestellt hatte, kommen weitere Vorwürfe gegen das Dessauer Marthahaus ans Licht. Dies berichtet die Ostdeutsche Allgemeine, die mit den Verwandten der Betroffenen gesprochen hat. Demnach gibt es inzwischen drei Fälle, bei denen ein auffälliges Vorgehen des Seniorenheims bezüglich der Briefwahl vorliegen soll.

    Auch für eine weitere Demenzkranke sollen der Berichterstattung zufolge Heimmitarbeiter Briefwahlunterlagen ohne Einbeziehung der gesetzlichen Vertreterin beantragt haben. Die Betreuerin einer anderen Seniorin, die an Demenz leidet, beschwerte sich ebenfalls gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen: Ihr habe eine Angestellte des Marthahauses mitgeteilt, die Wahlbenachrichtigung ihrer Verwandten sei zerstört worden. Die beiden Betreuerinnen wollen anonym bleiben, da sie ansonsten Nachteile für ihre im Heim lebenden Angehörigen befürchten.

    Im zuerst bekannt gewordenen Fall, den der Neffe einer Heimbewohnerin ins Rollen gebracht hatte, sehen Polizei und Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau indes keine Anhaltspunkte für eine Wahlmanipulation. Man habe auch die 18 weiteren Briefwahlanträge aus der Einrichtung überprüft und keine Verdachtsmomente feststellen können. Auch eine Vernichtung von Wahldokumenten sei nicht belegt.

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