Liveticker Ukraine-Krieg: Russland meldet Angriffe auf gegnerische Logistikzentren und Schiffe

4.09.2026 18:35 Uhr
18:35 Uhr
Estland liefert Ukraine offenbar unbrauchbare Munition
Die für die Ukraine bestimmte Munition, die Estland mit EU-Mitteln gekauft hat, soll sich als mangelhaft und unbrauchbar erwiesen haben. Dies berichtet die britische Zeitung The Telegraph.
Demnach hatte Estland einen Auftrag über rund 70 Millionen Euro an das italienisch-indische Unternehmen Datasel vergeben, das zuvor keine Erfahrung mit der Herstellung von Munition hatte. Laut der estnischen Zeitung Eesti Ekspress war die gelieferte Charge unvollständig und technisch defekt. Keine der bestellten Granaten habe die ukrainischen Streitkräfte erreicht.
Der Vorfall führte zum Rücktritt des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur, der die Verantwortung für das gescheiterte Geschäft übernahm. Die estnische Staatsanwaltschaft leitete eine strafrechtliche Untersuchung ein. Zudem setzt die Regierung ihre rechtlichen Schritte gegen den Auftragnehmer fort.
18:08 Uhr
Russland meldet Angriffe auf Logistikzentren und Schiffe in der Ukraine
Eigenen Angaben zufolge haben die russischen Streitkräfte erneut Logistikzentren, Hafeninfrastruktur und Schiffe angegriffen, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden.
So sei im Gebiet Kiew ein Logistikzentrum in Browary getroffen worden, wo Güter mit doppeltem Verwendungszweck sowie militärisches Material gelagert und verteilt wurden.
Im Gebiet Nikolajew wurde ein weiteres Logistikzentrum angegriffen, das an der Versorgung der ukrainischen Streitkräfte mit militärischem Gerät beteiligt war.
Im Gebiet Odessa wurden in Datschnoje zudem Sammelpunkte für Lastkraftwagen getroffen, die zum Transport von Munition und Material an ukrainische Einheiten eingesetzt wurden. Im Hafen Tschernomorsk sei außerdem ein Frachtschiff mit militärischer Ausrüstung aus dem Westen angegriffen worden.
Östlich von Odessa wurden im Schwarzen Meer zudem ein Frachtschiff und ein Tanker getroffen, die Komponenten zur Herstellung von Drohnen, Munition und Treibstoff für die ukrainischen Streitkräfte transportierten.
17:40 Uhr
Trumps Berater: "Die Russen können nach Belieben zerstören, was sie wollen"

Der US-Unternehmer und Trump-Berater für Wissenschaft und Technologie, David Sacks, äußerte sich in dem Podcast "All-In" äußerst pessimistisch über die Zukunft der Ukraine und sieht das Land vor einer militärischen Niederlage. Spekulationen über russische Angriffspläne auf NATO-Länder hält er für übertriebene "Neocon-Propaganda".
Aus seiner Sicht verläuft der Krieg derzeit klar zugunsten Russlands: Durch die russische Luftüberlegenheit sowie systematische Angriffe auf die Infrastruktur und die Schwarzmeerhäfen gerate die Ukraine wirtschaftlich und militärisch massiv unter Druck.
Selenskij hätte laut Sacks längst auf den Rat von Donald Trump hören und einen Deal anstreben müssen – denn die Ukraine werde diesen Krieg nicht gewinnen.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
17:21 Uhr
Gebiet Belgorod: 16-Jähriger bei ukrainischem Drohnenangriff verletzt
Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf die Siedlung Proletarski im Kreis Rakitjanski im Gebiet Belgorod ist ein 16-Jähriger verletzt worden. Laut dem regionalen Einsatzstab erlitt er ein Knalltrauma. "Medizinische Hilfe wurde geleistet. Einen angebotenen Transport ins Krankenhaus lehnte er ab", heißt es in der Mitteilung. Durch den Angriff wurden drei Einfamilienhäuser, drei Mehrfamilienhäuser und neun Fahrzeuge beschädigt.
16:48 Uhr
LVR: Acht Verletzte bei ukrainischen Drohnenangriffen
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der Lugansker Volksrepublik (LVR) sind nach Angaben von Republikchef Leonid Pasetschnik acht Menschen verletzt worden.
In Rubeschnoje griff eine ukrainische Drohne einen Rettungswagen an. Dabei wurden der Fahrer und ein Sanitäter verletzt. Bei einem weiteren Angriff erlitt ein 59-jähriger Mann auf einem Elektrofahrrad Verletzungen.
Weitere Drohnenangriffe trafen einen Pkw, ein Motorrad sowie ein Objekt der Energieinfrastruktur. Dabei wurden ein 18-Jähriger, ein 41-jähriger Autofahrer, eine 54-jährige Frau und ein 57-jähriger Mann verletzt. Auch ein Mitarbeiter des Energieobjekts wurde verletzt.
16:24 Uhr
Ukrainischer Seedrohnen-Angriff auf Sotschi: Russische Kräfte eröffnen Feuer im Hafen

Am Donnerstag ist der russische Schwarzmeerhafen von Sotschi mit ukrainischen unbemannten Überwasserfahrzeugen angegriffen worden. In den sozialen Medien kursierendes Videomaterial zeigt, wie eine Seedrohne in den Hafen eindringt und offenbar Kurs auf ein Ziel nimmt. Russische Kräfte eröffnen daraufhin das Feuer auf die Drohne.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
15:53 Uhr
Selenskij meldet russischen Drohnenangriff auf das Gebäude des Sicherheitsdienstes SBU
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij teilt auf X mit, eine russische Drohne habe das Hauptgebäude des Sicherheitsdienstes SBU gegenüber der Sophienkathedrale in Kiew getroffen. Das unbemannte Fluggerät sei direkt auf das Büro des Geheimdienstchefs Alexander Poklad in dem Gebäude gerichtet worden.
Poklad selbst habe sich zu diesem Zeitpunkt nicht im Büro befunden, wie Medien berichten.
"Alle Verletzten erhalten die notwendige Hilfe", teilt Selenskij weiter mit. Die Rettungskräfte seien vor Ort im Einsatz.
Ferner gibt Selenskij an, Poklad beauftragt zu haben, auf den Angriff angemessen zu reagieren.
Die russischsprachige RT-Redaktion teilt auf Telegram Aufnahmen, die den Drohneneinschlag in Kiew zeigen sollen.
15:50 Uhr
Gebiet Saporoschje: Ukrainische Drohnen greifen Rettungswagen an
Im Dorf Swetlodolinskoje des Gebiets Saporoschje haben ukrainische Drohnen einen Rettungswagen angegriffen. Nach Angaben der regionalen Behörden wurde niemand verletzt. Der Rettungswagen wurde jedoch beschädigt.
In Kursk flog laut Gouverneur Alexander Chinstein eine ukrainische Drohne in den äußeren Teil eines Mehrfamilienhauses am Stadtrand. "Glücklicherweise liegen keine Informationen über Verletzte vor", schrieb er auf Max.
15:30 Uhr
Zweijähriger in Odessa von Fahrzeug ukrainischer Mobilisierungsbeamter angefahren

Zweijähriger Junge in Odessa nach Vorfall mit TZK-Fahrzeug in Odessa.Soziale Medien In Odessa ist ein zweijähriger Junge von einem Fahrzeug des ukrainischen Militärkommissariats (TZK) angefahren worden. Dies berichten lokale Medien. Demnach sollen die Mitarbeiter des TZK versucht haben, den Vater des Kindes zu mobilisieren.
Der Mann war mit seinem Sohn unterwegs, als die Mitarbeiter ihn festhielten. Dabei sei das Kind auf der Straße zurückgeblieben. Kurz darauf wurde der Junge von einem TZK-Fahrzeug angefahren. Er befindet sich laut den Berichten auf der Intensivstation.
15:13 Uhr
Auslandsgeheimdienst: NATO will Ukraine instrumentalisieren, um Russland zu schwächen
Im Hauptquartier der NATO hat man eine Analyse durchgeführt, um festzustellen, inwiefern Russland und das Bündnis selbst auf einen bewaffneten Konflikt vorbereitet sind. Die wichtigste Schlussfolgerung der NATO-Experten war, dass die beste Möglichkeit, Russlands Potenzial hinsichtlich der Rüstung und Mobilmachung einzuschränken, in einer Verlängerung des Ukraine-Konflikts liegt. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergei Naryschkin, erklärte das beim Treffen der Leiter der Sicherheitsbehörden der GUS-Mitgliedstaaten in Sankt Petersburg.
Laut Naryschkin klinge das Ergebnis der NATO-Analyse als eine "Selbstanzeige". Das Bündnis kündige indirekt an, es wolle, dass die Ukrainer weiterhin so viele Russen wie möglich töteten, in der Hoffnung, Russland in strategischer Hinsicht zu schwächen und anschließend auszuplündern.
"Das ist Europas Plan A für Russland", betonte Naryschkin.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.


