US-Unterhändler Witkoff und Kushner fürs Wochenende in Moskau und Kiew erwartet

Kommt Bewegung in den Ukraine-Konflikt? Die Berichte mehren sich, dass die US-amerikanischen Unterhändler Witkoff und Kushner ihre Friedensbemühungen wieder aufnehmen. Am Wochenende sollen sie erst in Moskau, dann in Kiew Gespräche führen.

Einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur TASS zufolge werden die beiden US-amerikanischen Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner am Wochenende zunächst nach Moskau, dann in die russische Hauptstadt Kiew reisen. Den für den 5. und 6. September geplanten Besuch der beiden Trump-Vertrauten teilte eine nicht näher spezifizierte Quelle der Agentur TASS mit.

Eine weitere Bestätigung erfährt diese Meldung durch einen Telegram-Post des ukrainischen Parlamentsabgeordneten Oleksij Hontscharenko. Auch er erwähnt, dass Witkoff und Kushner am Sonntag in Kiew eintreffen werden. Mit welchen Mitgliedern der russischen Führungsspitze die beiden US-Amerikaner in Moskau sprechen werden, ist noch nicht bekannt.

Ein erneuter Vermittlungsversuch hatte sich schon gestern Abend angedeutet, als der Kiewer Machthaber Wladimir Selenskij ein entsprechendes Video gepostet hatte. In dem Post war bereits von den Vorbereitungen für das Eintreffen von US-Gesandten die Rede. Selenskij erklärte, dass die US-amerikanische Seite den Besuch sowohl für Moskau als auch für Kiew bestätigt habe. Die Treffen würden in den kommenden Tagen stattfinden.

Steve Witkoff und Jared Kushner, der mit Donald Trumps Tochter Ivanka verheiratet ist, hatten bereits im vergangenen Dezember in Moskau über den Ukraine-Konflikt verhandelt. Sie sprachen damals mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin, mit Kirill Dmitriew, dem Leiter des russischen Staatsfonds sowie mit Juri Uschakow, einem außenpolitischen Berater Wladimir Putins. Ein anschließender Kiew-Besuch war damals jedoch noch nicht zustande gekommen.

Das englischsprachige Online-Medium The Kyiv Independent stellt die fürs Wochenende geplanten Verhandlungen aufgrund russischer Luftangriffe jedoch in Frage. Witkoff habe es mit der Angst zu tun bekommen, meldete das ukrainische Medium unter Berufung eine unbekannte Quelle. Auch sei Russland gegen einen Kiew-Besuch der US-Amerikaner und Witkoff wolle auf die russischen Wünsche Rücksicht nehmen.

Eine offizielle Bestätigung von Seiten des Weißen Hauses oder des Kremls bezüglich der Einzelheiten der Besuchsplanungen liegt noch nicht vor. Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, erklärte der TASS, die Präsidialverwaltung werde über die Kontakte der russischen Seite mit Witkoff und Kushner informieren, sobald diese stattfänden.

Mehr zum Thema - Putin lässt Westen auflaufen – Moskau hält Tür für Frieden offen